Our trip from Boston to Nova Scotia began on the morning of May 19 with a beautiful sail. With the spinnaker up, we averaged 5 knots. At night, we took down the spinnaker, hoisted the mainsail, and let out the jib. The next morning, with winds up to 30 knots, we put in the second reef, only to shake it out again five hours later when the wind decreased and eventually died down to four knots. For the next few hours, we alternated between motor and sail, depending on how the wind blew. We normally don’t mind crawling along at 2 knots too much, but when the speed dropped below 1 knot, we gave in and turned on the engine.
Unsere Reise von Boston nach Nova Scotia begann am Morgen des 19. Mai mit einer wunderschönen Tagesetappe unter Segeln. Mit gesetztem Spinnaker erreichten wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fünf Knoten. Nachts holten wir den Spinnaker ein, hissten das Großsegel und rollten die Fock aus. Am nächsten Morgen setzten wir bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten das zweite Reff, schüttelten es jedoch fünf Stunden später wieder heraus, als der Wind abnahm und schliesslich auf vier Knoten abflaute. In den folgenden Stunden wechselten wir je nach Windverhältnissen zwischen Motor und Segeln hin und her. Es machte uns in der Regel nicht allzuviel aus, mit zwei Knoten dahinzuschleichen, aber als die Geschwindigkeit unter einen Knoten fiel, gaben wir dann doch nach und machten den Motor an.


Friday was another great spinnaker day. As always, we took down the big sail for the night so that we wouldn’t have to deal with it in the dark if the conditions worsened. By then, we had entered lobster pot territory, where the buoys were large and the lines between the main buoy and the smaller floater buoy were long. At around 10:30 p.m., we noticed our speed decrease, and we came to a halt—we had caught a pod! Although a cable running from the keel to the skeg prevents lines from getting caught in the propeller, it can get caught in the gap between the skeg and the rudder. We were unable to lift the rope to cut it and couldn’t find another way to free ourselves. Eventually, we called the Canadian Coast Guard for help. Since it would take them a while to reach us from Halifax, they sent out a message to other nearby boats for assistance. The crew of “Rann to Go III” approached us. With impressive boat-handling skills, they circled around us and tried to lift the rope. They eventually succeeded and cut it. The rest of the rope then slid out of the gap.
Der Freitag war erneut ein großartiger Spinnaker-Tag. Wie immer holten wir das große Segel für die Nacht ein, damit wir uns im Dunkeln nicht damit herumschlagen mussten, falls sich die Bedingungen verschlechtern sollten. Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits in das Gebiet der Hummerfallen eingefahren, in dem die Bojen groß und die Leinen zwischen der Hauptboje und den kleineren Schwimmbojen lang waren. Gegen 22:30 Uhr bemerkten wir, dass unsere Geschwindigkeit nachließ und wir schließlich zum Stillstand kamen – wir hatten uns in einer Hummerfalle verfangen! Ein vom Kiel zum Skeg verlaufendes Kabel verhindert zwar, dass sich Leinen im Propeller verfangen, doch es kann sich in der Lücke zwischen Skeg und Ruder verfangen. Wir konnten das Seil nicht anheben, um es durchzuschneiden, und fanden auch keinen anderen Weg, um uns zu befreien. Schließlich riefen wir die kanadische Küstenwache um Hilfe. Da es eine Weile dauern würde, bis sie uns von Halifax aus erreichen konnten, sendeten sie eine Nachricht an andere Boote in der Nähe, um Unterstützung zu erbitten. Die Besatzung der „Rann to Go III“ näherte sich uns. Mit beeindruckendem Geschick umkreisten sie uns und versuchten, das Seil anzuheben. Schließlich gelang es ihnen und sie schnitten es durch. Der Rest des Seils glitt daraufhin aus dem Spalt heraus.



We had just set off again when we encountered the next pod. Not wanting to call the Coast Guard again, we came up with the idea of attaching a saw to our longest boat hook to cut the rope. Although we felt bad about cutting the line, we sighed with relief because the conditions 30 nm off the coast of Nova Scotia were poor, with increasing waves and wind and a current of up to 3 knots. This caused us to swing around the pod quite violently.For the next three hours, until dawn, one of us stood at the bow of the boat, scanning for buoys with a searchlight and calling out any necessary course changes to the helmsman. Thankfully, they were all quite big, with small reflective patches that made them easy to spot.
Kaum waren wir befreit und wieder unterwegs, hingen wir in der nächsten Falle. Da wir die Küstenwache nicht noch einmal alarmieren wollten, kamen wir auf die Idee, eine Säge an unserem längsten Bootshaken zu befestigen, um das Seil durchzuschneiden. Zwar tat es uns leid, die Leine zu durchtrennen, doch wir atmeten trotzdem erleichtert auf, als wir frei waren. Die Bedingungen auf dem Wasser 55 km von der Küste von Nova Scotia entfernt hatten sich verschlechtert (zunehmende Welle und Wind und einer Strömung von bis zu 5 kmh) und es hat unser Boot unangenehm um die Boje herumgezogen. In den nächsten drei Stunden bis zum Morgengrauen stand einer von uns am Bug des Bootes und suchte mit einem Suchscheinwerfer nach Bojen und meldete notwendige Kursänderungen nach hinten ins Cockpit. Zum Glück waren diese alle recht groß, hatten kleine reflektierende Flächen und waren daher relativ leicht zu finden. War aber ganz schön kalt da vorne im Wind zu stehen.

We continued on to Shelburne Harbor, where we checked in with the Canadian Border Patrol. Shelburne Harbor is also home to Barb and Mike of SV Nelleke, whom we met in the fall of 2022 while sailing down the Nova Scotia coast. Although we don’t have photographic evidence, we had a lovely evening with them. It’s always great to catch up with friends you make along the way.
Wir segelten weiter nach Shelburne Harbor und meldeten uns bei der kanadischen Grenzpolizei. In diesem Hafen leben auch Barb und Mike von der SV Nelleke, die wir im Herbst 2022 kennengelernt hatten, als wir die Küste von Nova Scotia entlangsegelten. Auch wenn wir keine Fotos davon haben, verbrachten wir einen schönen Abend mit ihnen. Es ist immer toll, Freunde wiederzusehen, die man unterwegs kennengelernt hat.



The roughly 100 nautical miles between Shelburne Harbor and Halifax, our next destination, took us five days. This was due in part to adverse wind conditions (very little wind or wind almost on the nose) and the fact that we stopped sailing at night due to the numerous lobster pots. The entire route was filled with lobster pot buoys. Sometimes it seemed as if there was no rhyme or reason to how they were set; other times, you could easily see a string of ten buoys in a nice line. Despite keeping a close lookout and zigzagging through the maze, we still got caught in the long line between two more pots’ buoys. And yet another friendly fisherman came to help.
Die rund 100 Seemeilen zwischen Shelburne Harbor und Halifax, unserem nächsten Ziel, legten wir in fünf Tagen zurück. Dies lag zum einen an ungünstigen Windverhältnissen – es gab entweder sehr wenig Wind oder der Wind kam fast direkt von vorne – und zum anderen daran, dass wir nachts wegen der zahlreichen Hummerfallen nicht weiterfuhren. Die gesamte Strecke war mit Bojen für Hummerfallen dicht übersät. Manchmal schien es, als gäbe es keinerlei System bei ihrer Anordnung, ein anderes Mal konnte man problemlos eine Reihe von zehn Bojen in einer geraden Linie erkennen. Obwohl wir aufmerksam Ausschau hielten und im Zickzack durch das Labyrinth navigierten, gerieten wir dennoch in die lange Leine zwischen den Bojen zweier weiterer Fallen. So gab es noch eine Hilfsaktion durch einen freundlichen Fischer.



Finally, in the early afternoon of May 30, we dropped anchor in the Northwest Arm of Halifax Harbor. We spent the next three days doing laundry and grocery shopping, visiting a walk-in clinic to get a prescription for medication and a referral for blood work, and sightseeing, of course.
Schließlich gingen wir am frühen Nachmittag des 30. Mai im Northwest Arm des Hafens von Halifax vor Anker. Die nächsten drei Tage verbrachten wir damit, Wäsche zu waschen, einzukaufen und eine Walk-in-Klinik aufzusuchen, um ein Rezept für Medikamente und eine Überweisung für eine Blutuntersuchung zu erhalten. Natürlich schauten wir uns auch die Stadt an.








We are always on the lookout for regional specialties and came across the “donair.” We searched the internet for more information and found out that the most famous dish in Halifax is a version of the Greek gyro with a special sauce. Further research revealed that the “King of Donair” has won the award for best donair for 16 consecutive years. This was the place where we enjoyed this well-known dish, and we must say, it was really quite yummy! However, we still prefer the Greek original.
Bei unserer Suche nach regionalen Spezialitäten sind wir auf den „Donair“ gestoßen. Wir haben im Internet nach weiteren Informationen gesucht und herausgefunden, dass das berühmteste Gericht in Halifax eine Variante des griechischen Gyros mit einer speziellen Soße ist. Weitere Recherchen ergaben, dass der „King of Donair“ 16 Jahre in Folge den Preis für den besten Donair gewonnen hat. Dort haben wir dieses bekannte Gericht genossen, und wir müssen sagen, es war wirklich sehr lecker! Aber das griechische Original schmeckt uns immernoch besser.






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