During our time here in Guna Yala we visit several Guna villages on different islands. Some are completely covered with buildings, almost spilling over the edge, and there is hardly a speck of green to be seen. Other islands are beautiful and lush, there is open space for the children to play and for the adults to grow some vegetables.
Wir kommen zu mehreren Guna-Dörfern auf verschiedenen Inseln von denen manche so dicht bebaut sind, dass die Häuser fast ins Wasser ragen und kaum ein Fleckchen Grün zu sehen ist. Andere Inseln dagegen haben noch viel Platz für die Kinder zum Spielen und für die Erwachsenen, um Gemüse anzubauen.



The Guna live in a variety of houses – the traditional bamboo huts with palm leaf roofs, some now patched up with tarps and corrugated metal sheets, but also houses built of concrete and cinder blocks. The traditional houses have few or no windows, a dirt floor, and little to no furniture. There are small structures built over the water and connected to the house by a wide plank. Turns out they are the self-cleaning toilets 🙂
Die Guna leben in völlig unterschiedlichen Häusern – den traditionellen Bambushütten mit Palmblattdächern, von denen einige inzwischen mit Planen und Wellblech ausgebessert wurden, aber auch in Häusern aus Beton und Betonsteinen. Die traditionellen Häuser haben wenige oder keine Fenster, einen Lehmboden und meist keine Möbel. Anstelle von Betten benutzen die Guna Hängematten. Es gibt kleine Häuschen, die über dem Wasser gebaut und durch eine breite Planke mit dem Wohngebäude verbunden sind. Sie dienen als selbstreinigende Toiletten 🙂






To build their traditional houses, the Guna gather bamboo and palm leaves from their own or a neighboring island, as well as land along the rivers. But how do they get all the other building materials? And what about other supplies? And food? This is where the trading ships from Colombia and the Panamanian mainland come in. They come to the islands and we watch the locals unload everything from gasoline, propane, and building supplies to food and beverages. At one point, we watch vendors from the boats spread out their wares on tarps for the locals to buy, such as clothes, shoes, cookware, utensils, diapers, and toiletries.
Für ihre traditionellen Häuser nehmen die Guna Bambus und Palmblätter von ihrer eigenen oder einer benachbarten Insel sowie von Land entlang der Flüsse. Aber woher bekommen sie all die anderen Baumaterialien? Und was ist mit den sonstigen Waren? Und Lebensmittel? An dieser Stelle kommen die Handelsschiffe aus Kolumbien und dem panamaischen Festland ins Spiel. Sie kommen zu den Inseln und wir beobachten, wie die Einheimischen alles von Benzin, Propan und Baumaterial bis hin zu Lebensmitteln und Getränken entladen. Einmal sehen wir, wie die Verkäufer von den Booten ihre Waren auf Planen ausbreiten, damit die Einheimischen sie kaufen können, z. B. Kleidung, Schuhe, Kochgeschirr, Geschirr, Windeln und Toilettenartikel.





Groceries can be bought in small tiendas on the islands. Most stores are just a dimly lit room with a few shelves, and we stand in front of the window and ask for what we need, hoping they have it in stock. On one island, a nice guna took us to four different tiendas before we found some eggs. After four weeks, our supply of fresh fruit and vegetables was down to a few potatoes, carrots and onions. So we take every opportunity to replenish our supplies. Sometimes a Guna paddles past our boat with some fruits and vegetables, mainly bananas and plantains, or fish, crabs and lobsters, sometimes we find items in the store. The variety is very limited. I’m thrilled when I get a pineapple or papaya and have to make do with carrots, potatoes and plantains. The occasional tomato or cucumber is a treat! Another treat is Guna bread (plain white bread) and cinnamon bread. Both very tasty! We’ve been able to buy them in panaderias or even directly from Guna families who live alone on some of the islands.
Lebensmittel kann man auf den Inseln in kleinen Tiendas kaufen. Die meisten Geschäfte sind nur ein schwach beleuchteter Raum mit ein paar Regalen, und wir stehen vor dem Fenster und fragen nach dem, was wir brauchen, in der Hoffnung, dass sie es vorrätig haben. Auf einer Insel führte uns ein netter Guna zu vier verschiedenen Tiendas, bevor wir ein paar Eier finden konnten. Nach vier Wochen bestand unser Vorrat an frischem Obst und Gemüse nur noch aus ein paar Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln. Also nutzen wir jede Gelegenheit, um unsere Vorräte aufzufüllen. Manchmal paddelt ein Guna mit Obst und Gemüse, vor allem Bananen und Kochbananen, oder Fisch, Krabben und Hummer an unserem Boot vorbei, manchmal finden wir etwas im Laden. Die Auswahl ist sehr begrenzt. Ich freue mich, wenn ich eine Ananas oder eine Papaya bekomme und muss mich ansonsten mit Karotten, Kartoffeln und Kochbananen begnügen. Ab und zu eine Tomate oder Gurke ist ein Genuss! Ein weiterer Leckerbissen ist das Guna-Brot (einfaches Weißbrot) und das Zimtbrot. Beides sehr lecker! Wir konnten sie in Panaderias oder sogar direkt bei Guna-Familien kaufen, die auf einigen der Inseln allein leben.


Bananas fresh off the ulu



Standing in front of the bakery

Looking into the bakery 🙂


Bread shopping in a traditional Guna hut

There are a lot of kids playing sports, especially volleyball, soccer and baseball. We see teams from different schools playing against each other, but also with players of all ages. Most play barefoot, but there is the occasional player who is lucky enough to have a pair of sneakers.
Viele Kinder treiben Sport, vor allem Volleyball, Fußball und Baseball. Wir sehen Mannschaften verschiedener Schulen gegeneinander spielen, aber auch Höfleswetze mit Spielern aller Altersgruppen. Die meisten spielen barfuß, aber es gibt auch den einen oder anderen Spieler, der das Glück hat, ein Paar Turnschuhe zu besitzen.




The people are very friendly, especially the children, who love to hug us or practice the few English words they know. The adults are curious and ask a lot of questions: our names, where we come from, what we do for a living and where we are going next. They always tell us that there will be a big celebration of the 100th anniversary of the revolution next February and invite us to come back.
Die Einheimischen sind sehr freundlich, vor allem die Kinder, die uns gerne umarmen oder die wenigen englischen Wörter, die sie kennen, üben. Die Erwachsenen sind neugierig und stellen viele Fragen: unsere Namen, woher wir kommen, was wir beruflich machen und wohin wir als nächstes gehen. Wir hören immer wieder, dass es nächsten Februar eine große Feier zum 100. Jahrestag der Revolution geben wird und laden uns ein, wiederzukommen.





Besides the very traditional communities, there are a few islands who have decided to give up the traditional Guna way of life. Consequently, women do not wear molas and the chiefs have little authority. Television is common and there are no restriction on alcohol consumption
It will be interesing to see how the Guna will be able to maintain their lifestyle and their economic independence from Panama. So far they regulate tourism on their islands and do not allow development by outside investors. Therfore there are no big hotel complexes teeming with jetskis and the likes. All there is are a few basic hotels, beach bars with beach volley ball courts, some small charter boats offering single or mult-day trips and cruisers. We read about cruise ships coming to San Blas but have not seen any yet
Neben den sehr traditionellen Gemeinden gibt es einige wenige Inseln, die beschlossen haben, die traditionelle Lebensweise der Guna aufzugeben. So tragen die Frauen keine Molas und die Häuptlinge haben nur wenig Autorität. Das Fernsehen ist weit verbreitet und es gibt keine Einschränkungen für den Alkoholkonsum.
Es wird interessant sein zu sehen, wie die Guna ihren Lebensstil und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit von Panama aufrechterhalten können. Bislang regeln sie den Tourismus auf ihren Inseln und lassen keine Erschließung durch externe Investoren zu. Daher gibt es keine großen Hotelkomplexe, in denen es von Jetskis und dergleichen wimmelt. Alles, was es gibt, sind ein paar einfache Hotels, Strandbars mit Beachvolleyballplätzen, einige kleine Charterboote, die ein- oder mehrtägige Ausflüge anbieten, und Segelboote. Wir haben gelesen, dass Kreuzfahrtschiffe nach San Blas kommen, haben aber noch keine gesehen.




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